CBD-Blüten

CBD-Blüten sind die Blüten der weiblichen Hanfpflanze, die CBD enthalten. Inzwischen werden sie online und auch in stationäre deutschen Geschäften (Hanfläden) legal verkauft. Das ist möglich, wenn der THC-Wert der Cannabisblüten unter 0,2 % liegt. Es ist allerdings umstritten, ob das überhaupt möglich ist. 

Legaler Verkauf der CBD-Blüten 

Händler, die in Deutschland CBD-Blüten verkaufen, beschwören die Legalität des Vorgangs. Es sei zudem nötig, mit diesem Verkauf offensiv umzugehen, um das jahrelange Versteckspiel mit den Behörden zu beenden. Der Cannabidiol-Anteil der Blüten läge bei ~9 %, der von Tetrahydrocannabinol THC bei unter 0,2 % – das sei legal. Da nur das THC psychoaktive wirkt, dürfen CBD-Produkte mit einem dementsprechend niedrigen THC-Anteil in Deutschland legal verkauft werden. Es gibt aber Kritiker, die behaupten, dass ein derart niedriger THC-Gehalt bei unverarbeiteten CBD-Blüten nicht möglich sei. Dennoch sind auch online etliche Angebote von CBD-Blüten mit einem THC-Anteil unter 0,2 % zu finden. 


CBD-Blüten als Wellness-Cannabis 

Die CBD-Blüten stammen aus Cannabis-Sorten mit EU-Zulassung, unter anderem in Italien bauen Farmer den Hanf inzwischen großflächig an. Sie lassen die Blüten von Hand pflücken, verarbeiten sie schonend weiter und überprüfen die Qualität im Labor. Als CBD-Rohware sollen sie nicht geraucht, sondern für Inhalationen (nach einem Aufguss mit heißem Wasser), für die Zubereitung von CBD-Tee, als Kuchengewürz oder für die Weiterverarbeitung in Kosmetikprodukten genutzt werden. All diese Anwendungen fallen unter Cannabis-Wellness. CBD ist nachgewiesenermaßen gesund. Es gilt als schmerzlindernd und entzündungshemmend, hilft bei Hautproblemen wie Akne, lindert Stress und Schlafstörungen und kann gegen Kopfschmerzen und Übelkeit angewendet werden. 

Einsatz der CBD-Blüten für die Herstellung von CBD-Produkten 

Bei der Herstellung CBD-Öl sind die Hanfblüten (CBD-Blüten) und natürlich auch die Hanfblätter der weiblichen Pflanze die Ausgangsstoffe. Nach den geltenden EU-rechtlichen Normen dürfen diese Pflanzenbestandteile einen hohen CBD-, müssen aber einen geringen THC-Gehalt aufweisen. Gewonnen wird das CBD für die Endprodukte unter anderem durch das schonende CO₂-Extraktionsverfahren. Es gibt aber noch anderen Verfahren, die unter Hitze stattfinden und als weniger optimal gelten. Das Kohlenstoffdioxid löst die Substanzen aus den CBD-Blüten unter hohem Druck. Im nächsten Arbeitsschritt wird der Druck gesenkt, sodass das CO₂ die vorab gewonnenen Extrakte wieder abgibt. Dabei bleiben die natürlichen Inhaltsstoffe des Hanfes erhalten. Der dritte Schritt ist die Decarboxylierung, die CBDA-Säure in aktives CBD umwandelt. Durch die CO₂-Extraktion bleibt das gesamte Pflanzenstoffspektrum im Endprodukt erhalten. Dieses enthält neben Cannabidiol auch weitere Phytocannabinoide (Cannabinol, Cannabichromen und Cannabigerol), Terpene und Flavonoide. Weitere mögliche Stoffe in CBD-Öl sind Chlorophyll, Carotinoide, Vitamin E sowie die Mineralstoffe Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Phosphor, Natrium, Zink und Magnesium. Das hinzugefügte Öl ist sehr oft Hanfsamenöl, doch auch Oliven-, Kokosnuss- oder Traubenkernöl können verwendet werden. Diese Öle enthalten wertvolle Omega-Fettsäuren. CBD-Öl mit solchen Bestandteilen wird als “Vollspektrumextrakt“ vermarktet. 

Sorten und Anwendung von CBD-Blüten 

Die CBD-Blüten gibt es in unterschiedlichsten Varianten, die sich nach der Herkunft und Art des verwendeten Hanfes richten. CBD-Blütensorten wären beispielsweise: 

  • Mango Haze
  • Schwarzer Afghane (Hash)
  • Lemon Skunk Outdoor
  • OG Kush
  • Sour Skunk
  • Bubblegum
Bei den genannten Sorten variieren die CBD zwischen 3 – 9 %. Wofür die Bezieher die CBD-Blüten verwenden, bleibt ihnen überlassen. Anbieter verweisen auf den Einsatz als landwirtschaftliches Produkt nach Urprodukteverordnung §1 Z. 7.

About the Author Julian Kazmarow

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