CBD-Öl Guide

Cannabidiol (CBD) ist eines der im Hanf enthaltenen Cannabidoide mit erstaunlichen Wirkungen für die Gesundheit und Wellness. Es ist vollkommen legal erhältlich, wenn das bekanntere Cannabidoid THC mit seinen psychoaktiven Wirkungen nur in sehr geringem Umfang enthalten ist. Die meisten Menschen kennen aber die Unterschiede zwischen diesen beiden wichtigsten Cannabidoiden nicht richtig und wissen auch zu wenig über das Potenzial von CBD. Darauf wollen wir nachfolgend eingehen.

​CBD wurde in der Vergangenheit am ehesten dadurch bekannt, dass es epileptische Anfälle besonders bei Kindern in ihrer Häufigkeit und Schwere eindämmen kann. Inzwischen entdeckt man aber diverse weitere therapeutische Vorteile von CBD. Darüber hinaus bietet es viele Möglichkeiten im Wellness- und Lifestyle-Bereich. Zu erörtern wäre an dieser Stelle, wie sich CBD vom bekannteren Cannabinoid THC unterscheidet. Dieses hat eine berauschende Wirkung, erzielt aber ebenfalls vorteilhafte gesundheitliche Effekte. Cannabisprodukte wurden daher bis ins frühe 20. Jahrhundert ganz selbstverständlich medizinisch eingesetzt (ebenso wie beispielsweise Heroin), bis der Missbrauch durch die Drogenszene zu globalen Verboten führte. Seither sind praktisch alle Produkte für die Einnahme durch den Menschen, die vom Hanf abstammen, mehr oder weniger geächtet. Das betrifft auch das harmlose CBD. Es ist daher an der Zeit, mit einer Reihe von Missverständnissen aufzuräumen, um CBD und dessen Vorteile für die Gesundheit, die Wellness und unseren Lifestyle besser zu verstehen.

1. ​Was genau ist Cannabidiol (CBD)?

CBD gehört zu den Cannabidoiden, die wiederum nur eine Gruppe von über 400 verschiedenen biochemischen Verbindungen im Cannabis repräsentieren. Zu den Cannabinoiden im Cannabis gehören rund 60 Verbindungen. Cannabinoide gibt es nicht nur in Pflanzen, sondern auch im tierischen und menschlichen Organismus. Diese spezifischen Verbindungen interagieren mit dem Endocannabinoidsystem (ECS) unseres Körpers. Es handelt sich um ein endogenes (vererbtes) Cannabinoid-System mit den beiden Rezeptoren CB1 und CB2, die für die Signalweiterleitung ausschlaggebend sind. Seit den 1990er Jahren wurde das ECS sehr gut erforscht, inzwischen versteht man seinen Einfluss auf das vegetative Nervensystem und unsere Gefühlswelt recht gut. Es sind bislang nur die beiden Cannabinoid-Rezeptoren 1 und 2 bekannt, was nicht bedeutet, dass es nicht noch mehr solcher Rezeptoren geben kann. Unter anderem könnten die Rezeptoren GPR-18, -119 und -55 ebenfalls Cannabinoid-Rezeptoren sein. Von den beiden bekannten Rezeptoren weiß man Folgendes:

  • Der Rezeptor 1 (CB1) ist vorrangig in den Nervenzellen des Kleinhirns, im Hippocampus, im Darm und in den Basalganglien zu finden.
  • Der Rezeptor 2 (CB2) befindet sich vorwiegend auf den Zellen im Immunsystem und in den Knochen.
Schon länger ist bekannt, dass das ECS pharmakologisch beeinflussbar ist, weshalb es einige Medikamente gibt, die an die bekannten Rezeptoren CB 1 und 2 andocken. Diese Arzneimittel dienen unter anderem der Bekämpfung von Adipositas (Fettleibigkeit) sowie der Nikotin- und Alkoholsucht. Allerdings wurden zumindest in Deutschland die meisten dieser Medikamente wieder vom Markt genommen, weil sie zu starke psychische Nebenwirkungen aufwiesen. An dieser Stelle kommt das nebenwirkungsfreie CBD ins Spiel, das ebenfalls (genauso wie THC) die beiden Rezeptoren beeinflusst, allerdings nicht psychoaktiv wirkt. Zur funktionellen Bedeutung des ECS wird nach wie vor intensiv geforscht. So dürfte der CB2-Rezeptor das Immunsystem beeinflussen, der CB1-Rezeptor wiederum das Gedächtnis und die Regulation von Bewegungen, aber möglicherweise auch den Appetit, den Schlaf-Wach-Rhythmus und einige wichtige Funktionen mehr. Er könnte auch für das Auslöschen von negativen Erinnerungen bedeutsam sein, weshalb sich mit CBD-Gaben Angststörungen behandeln lassen. Auch für die Schmerztherapie, die Steuerung der Körpertemperatur und die Bekämpfung der Nebenerscheinungen von Parkinson, MS, Neuralgien, Epilepsie oder durch eine Chemotherapie bedingtes Erbrechen könnten CBD-Gaben nützlich sein. Wichtig zu wissen: Das äußerlich zugeführte CBD unterstützt das körpereigene Cannabinoid. Der Körper nimmt es auch nicht (im Gegensatz zu den meisten Medikamenten) als fremde Substanz wahr. Relevant für die CBD-Anwendung ist der Unterschied zwischen CBD und THC. Auch das psychoaktive THC kann gesundheitlich positiv wirken, doch seine psychische Wirkung, die bekanntermaßen zu Highs und nachfolgend zu Abstürzen führt sowie süchtig macht, muss als bedenklich gelten – weshalb Hasch mit einem hohen THC-Gehalt immer noch in den meisten Staaten verboten ist (obgleich allmählich ein Umdenken einsetzt). Es besteht bei THC die Gefahr einer Überreaktion, die zu negativen mentalen Reaktionen wie Paranoia und Angstzuständen führen kann. Bei CBD fehlen diese psychoaktiven Wirkungen. Daher ist diese Substanz in den USA bis zu einem THC-Gehalt von 0,3 % und in Europa bis zu einem THC-Gehalt von 0,2 % legal. Die potenziellen negativen Nebenwirkungen des THC-Konsums gibt es mit CBD nicht.

2. ​Bedeutung von CBD für die Medizin und den Wellnessbereich

​Unter den bekannten Cannabinoiden gilt CBD als sehr wertvoll. Aus medizinischer Sicht ist es sicher das wertvollste Cannabinoid in der Hanfpflanze, denn echte gesundheitliche Wirkungen sind nur von CBD und THC bekannt, doch Letzteres ist durch seine berauschende Wirkung mit großer Skepsis zu betrachten und für die breite Masse der Konsumenten nicht legal zugänglich. Lediglich wenige Patienten mit Ausnahmegenehmigungen dürfen THC zur Schmerztherapie verwenden, in Deutschland betrifft das vielleicht 300 Personen. Doch CBD, das inzwischen sehr gut erforscht wird, kann mit seinem gesundheitlichen Nutzen allen Menschen zugänglich gemacht werden. Dementsprechend werden aktuell weltweit die Barrieren gegen Cannabis abgebaut, der CBD-Konsum wächst dadurch. Die Fortschritte der CBD-Anwendung für die Bereiche Medizin und Wellness sind auch tatsächlich unübersehbar. Auch die Medien nehmen sich inzwischen vorurteilsfrei der CBD-Verwendung an und berichten über das erstaunliche Potenzial das Cannaboids als Arzneimittel und Wellnessergänzung. Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen weltweit nach gesunden Alternativen zu klassischen Arzneimitteln auf chemischer Basis, die praktisch nie nebenwirkungsfrei sind. Da kommt CBD gerade zur richtigen Zeit ins Spiel.

3. Aus welchen Pflanzenbestandteilen stammt das CBD?

​CBD ist in den Blüten, Samen und Stielen von Cannabispflanzen enthalten. Die Menge pro Pflanze ist verhältnismäßig groß und lässt sich mit verschiedenen Techniken extrahieren. Nach der Extraktion erfolgt die Weiterverarbeitung von CBD zu verschiedenen Produkten. Zu nennen wären Öl, Cremes, Salben, Kapseln, Tinkturen und Dampf. Anwender können CBD-Produkte über stationäre Fachgeschäfte und Online-Händler beziehen. Hierbei ist auf legale Angebote zu achten. Für die EU gilt: Die Produkte dürfen nur einen THC-Gehalt von unter 0,2 % aufweisen (in den USA liegt der Grenzwert bei 0,3 %). CBD mit dieser Qualität ist legal, es stammt aus Hanfpflanzen. Wichtig für die Betrachtung ist der Unterschied zwischen dem CBD aus Hanfpflanzen und dem THC aus Marihuana. Es gibt keinen botanischen, aber einen umgangssprachlichen Unterschied zwischen Hanf und Marihuana, der sich zudem regional unterscheidet. In den USA betrachtet man langstielige Pflanzen als Hanf, kürzere, breite Arten jedoch als Marihuana. Die deutsche Umgangssprache macht diesen Unterschied nicht. Hier meint man mit Marihuana eine getrocknete Blütenmischung der Hanfpflanze, die wiederum vom Haschisch unterschieden wird, das gepresstes Harz von Cannabispflanzen ist. Marihuana ist nach europäischem Verständnis zugleich ein Rausch- und ein Arzneimittel, das vorwiegend geraucht und nur selten verzehrt wird und sich durch einen enormen THC-Gehalt auszeichnet. Dieser führt zur psychoaktiven Wirksamkeit. Allgemein ist bei dem (meistens illegal angebotenen) Marihuana in Europa von THC-Gehalten zwischen rund drei bis 22 Prozent auszugehen, das Mittel liegt bei etwa 17 Prozent. Es sind auch Wirkstoffgehalte über 30 Prozent möglich. Marihuana enthält auch CBD mit Gehalten zwischen etwa einem und zehn Prozent. Kompliziert wird die Einordnung von Cannabispflanzen mit mehr oder weniger THC durch den immer noch geltenden Gesetzestext des deutschen Betäubungsmittelgesetzes, denn dort wird mit Marihuana pauschal die Cannabispflanze bezeichnet. Aus dieser stammt auch CBD. Doch Marihuana ist ein aus den USA stammender Trivialname. In den Staaten spielte diese Bezeichnung für Verbote von Cannabis eine wichtige Rolle. Die synonyme Bezeichnung der Hanfpflanze als Haschisch, Hasch, Marihuana oder Cannabis ist aber botanisch, umgangssprachlich und juristisch falsch. Richtig ist: Aus Hanf- bzw. Cannabispflanzen lassen sich Produkte mit mehr oder weniger CBD- und THC-Gehalt extrahieren. Jedes Produkt mit einem TCH-Gehalt unter 0,2 % ist in der EU legal. Allerdings gibt es inzwischen Staaten, die auch Produkte mit viel mehr THC-Gehalt (umgangssprachlich also Hasch) legalisieren. Der erste dieser Staaten war 2013 Uruguay, Kanada folgte 2018, in vielen mitteleuropäischen Staaten (auch in Deutschland) wird die Legalisierung derzeit diskutiert. In mehreren US-Bundesstaaten darf Hasch inzwischen ebenfalls legal konsumiert, aber nicht verkauft werden. In den Niederlanden ist Cannabis mit hohen TCH-Gehalten entgegen einer landläufigen Meinung nicht legal, es werden nur Kleinstmengen (bis fünf Gramm) für den privaten Verbrauch toleriert. Ähnliche Regelungen gibt es in mehreren deutschen Bundesländern. Zwar wird Hasch nicht offiziell toleriert, nicht einmal in kleinsten Mengen, doch die Strafverfolgungsbehörden wenden den § 31a BtMG (Betäubungsmittelgesetz) unterschiedlich an – sie verfolgen kleinste Delikte manchmal nicht, so etwa nicht bei Mengen bis zu 15 Gramm (Berlin) oder 10 Gramm (NRW, Saarland, Rheinland-Pfalz, Thüringen). In vielen anderen deutschen Bundesländern liegt die Grenze bei sechs Gramm. Diese gesamte Diskussion ist jedoch für die Verwendung von CBD (fast) ohne THC nur am Rande bedeutsam. Das aus dem Hanf gewonnene CBD darf verkauft und kann ohne Bedenken (sofern es die nötige Qualität aufweist) konsumiert werden. Es ist ungefährlich nicht nur für erwachsene Verbraucher, sondern auch für Kinder, Haustiere oder Frauen während der Schwangerschaft oder Stillzeit.

4. ​Die unterschiedlichen Wirkungen von CBD und THC

​Die psychoaktive Wirkung von THC bzw. generell von gerauchtem Cannabis ist schon seit Jahrhunderten bekannt, auch wenn der chemische Stoff Tetrahydrocannabinol erst im 20. Jahrhundert durch den US-Chemiker Roger Adams identifiziert wurde. Auf die Wirkung von CBD hingegen stieß man erst spät, weil sich kaum jemand dafür interessierte. Dabei war CBD schon immer bei medizinisch angewandtem Marihuana nützlich, nur schrieb man lange Zeit die positiven Wirkungen allein dem THC zu. Erst die rigide Drogenpolitik der letzten 100 Jahre mit ihrer massiven Verfolgung von Haschkonsumenten machte nähere Untersuchungen weiterer Wirkstoffe in der Cannabispflanze erforderlich. Diese enthält schließlich sehr viele Cannabidoide (siehe oben). Marihuana wurde verboten, doch es wurde trotzdem weiter mehr oder weniger legal zur Schmerzbekämpfung genutzt. Es gibt Schmerzpatienten, denen nichts anderes hilft. Um die psychoaktive Wirkung zu senken, reduzierte man daher bei der Extraktion immer weiter den THC-Gehalt bis auf deutlich unter ein Prozent und stellte fest, dass die Extrakte immer noch bei der Schmerzbekämpfung hilfreich waren. Auf diese Weise entdeckte man die heilsame Wirkung von CBD, die für diesen gesundheitlichen Nutzen verantwortlich ist. Wissenschaftler konnten auch den Unterschied der Wirkungen von THC und CBD auf das ECS erklären: THC bindet sich an die CB1- und 2-Rezeptoren, CBD hingegen interagiert nur mit den beiden bekannten Rezeptoren. Es wirkt damit eher indirekt, ist aber unter anderem bei der Schmerzbekämpfung sehr effektiv. THC stimuliert durch seine Bindung an die Rezeptoren das Nervensystem und führt zu Highs, aber auch zur Entspannung und Schläfrigkeit sowie zu einem gesteigerten Appetit oder sogar Hunger. CBD hingegen regt vorwiegend den Körper an, auf natürliche Weise Cannabinoide zu produzieren. Es greift in die Freigabe oder Blockade von Enzymen ein, die wiederum den Stoffwechsel regulieren. Damit kann CBD auf ungefährliche Weise großartige Wirkungen erzielen.

5. ​Die Funktionsweise von CBD

CBD wird weiter intensiv erforscht, um seine tatsächlichen Wirkungen auf den menschlichen Körper besser beschreiben zu können. Die Wissenschaftler fragen sich aktuell, auf welche Weise es seine medizinische Effizienz entfaltet und prekäre Symptome lindert sowie die allgemeine Gesundheit verbessert. Dabei haben sie festgestellt, dass CBD mehr bewirkt als nur die Beeinflussung der Cannabinoid-Rezeptoren. Es soll auch die Rezeptoren für Adenosin, Serotonin und Vanilloid aktivieren.

  • Vanilloidrezeptoren: Diese Rezeptoren sitzen in Ionenkanälen, mit denen CBD interagiert und dabei therapeutische Wirkungen erzielt. Die Vanilloidrezeptoren heißen in der medizinischen Fachsprache TRPV1-Rezeptoren. Sie regulieren das Schmerzempfinden, die körperliche Reaktion auf Entzündungen und die Körpertemperatur. Darüber hinaus gehören die TRPV1-Rezeptoren zu mehreren TRP-Rezeptorvarianten, welche die Wirkung von Heilkräutern auf den Organismus steuern. Durch die Interaktion von CBD mit den TRPV1-Rezeptoren beeinflusst das Cannabidoid die Schmerzempfindung, was Schmerzen lindern kann.
  • Adenosinrezeptoren: Die Aktivierung von Adenosinrezeptoren durch CBD kann Ängste lindern und gleichzeitig Entzündungen hemmen. Diese Rezeptoren unterstützen die Freisetzung von Glutamat und Dopamin. Die beiden Neurotransmitter spielen eine Schlüsselrolle für unsere Wahrnehmung. Dopamin kontrolliert das Lust- und Belohnungszentrum im Gehirn, gleichzeitig benötigen wir es für kontrollierte Bewegungen. Glutamat ist für Lernprozesse sehr bedeutsam.
  • Serotoninrezeptoren: Eine relativ hohe CBD-Konzentration aktiviert den speziellen Serotoninrezeptor 5-HT1A (Hydroxytryptamin). Dieser hilft uns, Ängste zu bewältigen. Es handelt sich um einen Proteinrezeptor, der noch an weiteren neurologischen Prozessen beteiligt ist, die auch für unseren Appetit, den Schlaf-Wachrhythmus, das Entstehen von Übelkeit und Erbrechen sowie das Schmerzempfinden zuständig sind. Alle 5-HT-Rezeptoren benötigen die Aktivierung durch Serotonin. Die Stimulanz von verschiedenen intrazellulären chemischen Botschaften durch Serotonin wird auch in Antidepressiva, Appetitstimulanzien und Mitteln gegen Brechreiz genutzt.
CBD kann nicht nur Rezeptoren aktivieren, es kann einige von ihnen auch blockieren, darunter den Rezeptor GPR55. Dieser steuert physiologische Prozesse wie die Knochendichte und den Blutdruck. Wenn er überreagiert, erhöht das die Gefahr für Osteoporose und möglicherweise auch die Tumorentstehung oder ein verstärktes Wachstum von schon vorhandenen Krebszellen. Durch die Blockade des GPR55-Signals mithilfe von CBD lässt sich wahrscheinlich die Knochenreabsorption stoppen oder deutlich verringern. Das Krebsrisiko könnte verringert, das Fortschreiten einer Krebserkrankung könnte deutlich eingedämmt werden.
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  •  Full Spectrum vs. ​Isolat 

​Es gibt bei den CBD-Ölen zwei Haupttypen: Eine Variante enthält nahezu reine CBD-Isolate oder -Kristalle, die andere Variante das volle Spektrum der Hanfbestandteile. Im Full Spectrum CBD sind daher neben dem CBD noch weitere, aus unserer Sicht sehr wertvolle Wirkstoffe enthalten.

Unterschiede zwischen CBD-Isolat und Full Spectrum CBD

Längere Zeit galt reines CBD-Isolat als Standardmittel für eine nicht psychoaktive Cannabis-Therapie. Inzwischen hat man festgestellt, dass Full Spectrum CBD durch die weiteren Inhaltsstoffe viele zusätzliche Vorteile bietet, die bei Isolaten fehlen. Enthalten sind in Full Spectrum CBD unter anderem weitere Cannabinoide wie CBL (Cannabicyclol) und CBN (Cannabinol) sowie Flavonoide und Terpene. Letztere sind aromatische Verbindungen, die zum Beispiel auch in Limonen zu finden sind. Die Flavonoide wiederum, die es praktisch in allen Pflanzen gibt, wirken antioxidativ und werden in großem Umfang medizinisch genutzt. All diese Inhaltsstoffe im Full Spectrum CBD bewirken zusammen mit dem Cannabidiol vorteilhafte Synergien. Sie wirken in einem natürlichen Prozess zusammen, den man als "Entourage-Effekt" (Umgebungseffekt) bezeichnet.

Welches CBD ist wertvoller?

Wir tendieren zum Full Spectrum CBD, doch das ist eine persönliche Auffassung. Auch CBD-Isolat kann Vorteile haben. Die Branche setzt derzeit aber eher auf das Vollspektrum-CBD.

6. Die gesundheitlichen Vorteile von CBD im Überblick

Die gesundheitlichen Vorteile von CBD-Öl wurden in der jüngsten Vergangenheit immer besser auch durch die Anwender entdeckt – vollkommen unabhängig von den wissenschaftlichen Forschungen zum Thema. Sie lassen sich wie folgt beschreiben:

  • Schmerzlinderung: Die meisten Menschen nehmen traditionelle Arzneimittel auf chemischer Basis (sogenannte NSAIDs) gegen Schmerzen ein. Diese haben Nebenwirkungen und können süchtig machen. CBD-Öl hingegen lindert auf natürliche Weise Schmerzen und ist dabei nebenwirkungsfrei. Auch ein Suchtpotenzial ist nicht bekannt. Studien konnten belegen, dass die Schmerzlinderung durch Cannabinoide durch die Verlangsamung der Neuronenübertragung entlang der Schmerzbahnen erfolgt. CBD-Öl wirkt darüber hinaus gegen Gelenkentzündungen durch Arthritis und weitere degenerative Erkrankungen.
  • Eindämmung von Angstzuständen: CBD-Öl dämpft bei der Einnahme in angemessenen Dosen Angstzustände. Diese gehören neben Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und beeinträchtigen umfassend das Leben der Betroffenen. Auch gegen Angsterkrankungen bietet die Pharmaindustrie Medikamente an, die aber Nebenwirkungen wie Erregung und/oder Schläfrigkeit aufweisen und ebenfalls süchtig machen können. CBD-Öl kann jedoch die allgemeine Behandlung einer Angsterkrankung adäquat unterstützen. Seine Wirkung basiert auf dem oben beschriebenen Einfluss auf den Neurotransmitter Serotonin. Vor allem bei sozialen Angststörungen hat sich CBD-Öl schon als sehr hilfreich erwiesen, ebenso bei Panikattacken und PTBS (posttraumatische Belastungsstörung).
  • Einsatz bei Krebserkrankungen: Krebspatienten profitieren von der Schmerzbehandlung mit CBD und der Wirkung gegen Übelkeit und Erbrechen während der Chemotherapie. Doch es gibt sogar die Hoffnung, dass CBD das Wachstum von Tumoren verlangsamen, eventuell sogar stoppen könnte. Besonders bei Brustkrebs scheint diese Hoffnung berechtigt zu sein, wobei in dieser Hinsicht aktuell (Anfang 2019) noch intensiv geforscht wird. Auch bei Leukämie sowie bei Lungen- und Darmkrebs könnte CBD hilfreich sein.
  • Mittel gegen allgemeine Übelkeit: Viele der gesundheitlichen Wirkungen von CBD-Öl wurden erst in jüngster Zeit entdeckt, doch andere kennt man schon lange. Dazu gehört die Wirkung von Cannabidoiden gegen Übelkeit und Erbrechen. Vor allem bei toxischen Ursachen von Übelkeit ist CBD sehr hilfreich. Daher wendet man es begleitend in der Krebstherapie an, wo die Chemotherapie zu großer Übelkeit führt.
  • Linderung von epileptischen Anfällen: Auch diese Wirkung von Cannabis ist schon länger bekannt. Gerade Kinder profitieren davon, wenn sie unter Epilepsie leiden. Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass die Wirkung auf das Endocannabinoidsystem diesen Effekt verursacht.
  • Verminderung der Diabetes-Inzidenz: CBD reduziert die Diabetes-Inzidenz, also die Zahl von Neuerkrankungen in einer definierten Gruppe. Dieser Effekt basiert auf der Wirkung von CBD auf die Glukose- und Insulinbildung sowie die Insulinresistenz. Ein Zusammenhang zwischen CBD-Konsum und einer kleineren Taillenumgebung konnte statistisch belegt werden. Er gilt als sehr bedeutsam für das Diabetesrisiko.
  • Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit: Auch Vorteile für das Herz-Kreislauf-System durch CBD konnten aktuelle Studien belegen. Seine Anwendung senkt offenbar einen zu hohen Blutdruck, der ein potenzielles Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall darstellt. Wie das genau funktioniert, ist noch nicht völlig aufgeklärt. Eine Vermutung läuft darauf hinaus, dass die Fähigkeit von CBD, Angst und Stress abzubauen, positive Wirkungen auf den Blutdruck hat. Darüber hinaus haben einige Studien gezeigt, dass CBD oxidativen Stress mindert, der für Herzschäden verantwortlich sein kann. Das wurde in Experimenten mit diabetischen und kardiovaskulär erkrankten Mäusen ermittelt.
  • Minimierung von Akne: CBD schränkt diese Hauterkrankung stark ein, weil es entzündungshemmend wirkt. Außerdem senkt die regelmäßige CBD-Einnahme die Talgproduktion. Die Ergebnisse sind für Hautpflegeprodukte eine Sensation. Inzwischen gibt es Cremes und Salben mit CBD. Die Studien laufen allerdings noch.

7. ​Wie nehmen Sie CBD ein?

​Es gibt viele CBD-Produkte und damit auch verschiedene Möglichkeiten, es zu konsumieren. Es kann oral eingenommen werden, das ist die häufigste Variante. Die Leber metabolisiert das CBD und leitet die Wirkstoffe ins Blut. CBD zum Einnehmen wird mit einem Applikator für die orale Anwendung geliefert. Damit geben Sie die gewünschte Dosis CBD-Öl zum Beispiel auf einen Löffel und platzieren es auf Ihre Zunge. Die Schleimhaut nimmt dadurch das CBD im Öl, aber auch andere enthaltene Wirkstoffe der Hanfpflanze auf. Die orale Einnahme ist beliebt, weil das CBD nicht den Umweg über den Verdauungstrakt nehmen muss. Auch das Einatmen von CBD-Dampf wird immer beliebter. Der Dampf schädigt nicht wie gerauchtes Hasch die Lunge. Hierfür ist ein CBD-Verdampfer erforderlich. Die Wirkung von eingeatmetem CBD-Dampf setzt ebenfalls sehr schnell ein. Über die Lunge diffundiert das CBD in den Blutstrom. Wiederum ist kein Umweg über das Verdauungssystem nötig. Beim Inhalieren des Dampfes gelangt ein relativ hoher CBD-Anteil ins Blut, weshalb keine große Menge erforderlich ist. Weitere Möglichkeiten bieten CBD-Kaugummis, außerdem das Mischen von CBD-Öl mit Nahrungsmitteln oder Getränken sowie Tinkturen, Salben, Cremes und Lotionen. Letztere werden auf der Haut angewendet, was sich bei der Behandlung von Gelenkschmerzen anbietet.

​Wie ​kann man CBD einnehmen?

​​Wie sollte man CBD dosieren?

​Hilft CBD gegen Akne?

​Hat CBD-Öl gesundheitliche Risiken?

​Welches sind die positiven Effekte von CBD?

​Ist CBD das Gleiche wie Cannabis?

Wie lange ist das CBD-Öl haltbar?

Kann ich nach der Einnahme von CBD-Öl noch ein Fahrzeug steuern?

Ist das CBD-Öl legal?

​Was ist der Entourage-Effekt?

8. ​Das Zusammenwirken von CBD und THC

​Der Entourage-Effekt ist auch beim Zusammenwirken der beiden Hauptcannabidoide CBD und THC erkennbar. Auch diese beiden Komponenten der Hanfpflanze wirken synergistisch zusammen und können sich gegenseitig verstärken. Die gesamte Hanfpflanze kann dadurch Krankheitssymptome effizienter lindern. Entscheidend ist allerdings der jeweilige Anteil von THC und CBD in einem Endprodukt. So kann unter anderem ein ausreichender CBD-Anteil die psychoaktive Wirkung von THC teilweise ausgleichen. Gleichzeitig wird durch einen ganz bestimmten Mix von THC und CBD die beste medizinische Wirkung erzielt. Nach der aktuellen Studienlage ist am wirksamsten speziell kultiviertes Marihuana mit einem jeweils hälftigen Anteil an CBD und THC. Nur ist dieses bei einem gewissen Prozentsatz beider Anteile leider nicht legal erhältlich. Dennoch lässt sich aus dieser Tatsache schlussfolgern, dass die THC-CBD-Ratio im Endprodukt für den therapeutischen Nutzen sehr bedeutsam ist. Es gibt auch gänzlich andere Mischungen, die durch ihren sehr niedrigen THC-Gehalt legal und dabei für bestimmte Zwecke ebenfalls bestens geeignet sind. Dazu gehört die Sorte “Charlotte´s Web“. Sie wurde für an Epilepsie erkrankte Kinder entwickelt. Bei diesem CBD-Öl liegt wiederum der CBD-Gehalt sehr hoch, der THC-Gehalt hingegen extrem niedrig. Ihren Namen erhielt sie vom Mädchen Charlotte Figi, das unter extremer Epilepsie mit 300 Anfällen pro Woche litt. Diese waren auf das sehr seltene Dravet-Syndrom zurückzuführen. Bei diesem Mädchen waren konventionelle Therapieansätze gescheitert. Der Vater von Charlotte sah aber eines Tages zufällig einen Beitrag über einen Jungen, der vom selben Syndrom betroffen und mit Cannabis behandelt worden war, das sehr viel CBD, aber sehr wenig THC enthielt. Der Vater besorgte das Produkt für Charlotte, die daraufhin fast vollständig geheilt wurde. Es gibt noch mehr Cannabissorten mit sehr speziellen CBD-THC-Anteilen, die für die Behandlung ganz bestimmter Krankheitsbilder sehr wirksam sind.

9. ​Die Extraktion von CBD

Es gibt verschiedene Extraktionsverfahren für CBD, das Thema wurde oben schon gestreift. Die Extraktion ist nötig, um aus den Bestandteilen der Hanfpflanze – Blüten, Blätter, Stiele und Samen – CBD in einer gewissen Konzentration zu gewinnen, die bei den meisten Sorten zwischen rund drei bis zehn Prozent liegt. Es gibt aber auch deutlich höhere und in einzelnen Fällen sehr viel niedrigere CBD-Konzentrationen im Endprodukt. Sie hängen unter anderem vom gewählten Extraktionsverfahren ab. Des Weiteren bestimmt dieses Verfahren die sonstige Reinheit des CBD-Öls und auch seine Eigenschaft als CBD-Isolat (reinstes CBD) oder Full Spectrum CBD, das weitere Pflanzenbestandteile enthält. Wir wollen diese Verfahren kurz vorstellen.

  • Extraktion mit Lösungsmitteln: Ein vergleichsweise kostengünstiges Verfahren nutzt die Lösungsmittel Butan und Ethanol. Dadurch gelangen viele Cannabinoiden aus dem Cannabis ins Endprodukt, das gleichzeitig relativ sicher eingenommen werden kann – allerdings wirklich nur relativ. Butan gilt als nicht ganz unbedenklich, außerdem setzt die Methode unter Umständen Chlorophyll frei, das dann im Endprodukt vorhanden ist und bei einigen Anwendern unangenehme Nebenwirkungen erzeugen kann. Das Chlorophyll lässt sich durch weiteres Filtern des Extrakts reduzieren oder auch ganz eliminieren, doch dadurch sinken der CBD-Gehalt und die Wirkung des Öls. Bei einem höheren Butananteil unter den beiden Lösungsmitteln verbleibt mehr CBD im Extrakt, doch das Butan kann eben auch schädliche Rückstände hinterlassen. Im schlimmsten Fall greifen diese sogar das Immunsystem an und torpedieren damit den eigentlich gewünschten gesundheitlichen Effekt des CBD-Öls.
  • CO₂-Extraktion: Die Methode funktioniert mit Trockeneis, also gefrorenem Kohlendioxid. Dieses nimmt unter hohem Druck die Inhaltsstoffe der Hanfpflanze auf und gibt sie beim Erwärmen und Entspannen an das Öl (zum Beispiel Öl aus Hanfsamen) ab. Es entsteht sehr hochwertiges Full Spectrum CBD. Das Verfahren ist sicher, aber teuer, denn es erfordert Know-how von Spezialisten und erstklassiges Equipment. Unter anderem ist im Endprodukt garantiert kein Chlorophyll enthalten. Wer auf erstklassiges CBD-Öl setzt, sollte etwas mehr Geld ausgeben und sich für ein Produkt entscheiden, das auf diese Weise hergestellt wurde. Die Hersteller publizieren auf ihren Webseiten die verwendete Extraktionsmethode.
  • Extraktion mit nativem Olivenöl: Diese Methode ist kostengünstig und sicher, führt aber nur zu sehr niedrigen CBD-Gehalten. Zunächst einmal sind die entsprechenden Produkte auf das Volumen bezogen sehr viel preisgünstiger (falls sie überhaupt verkauft werden), doch durch den niedrigen CBD-Gehalt (in Einzelfällen nur um rund ein Prozent) benötigt der Anwender große Mengen, um eine gewisse Wirkung zu erzielen. Zu beachten ist, dass diese Art von CBD-Öl dunkel und kühl gelagert werden muss, es ist leicht verderblich. Dennoch hat die Olivenölextraktion auch Vorteile. Privatnutzer wenden sie selbst an, weil sie relativ einfach durchzuführen ist. Sie besorgen sich CBD-Blüten, die online erhältlich sind, manchmal züchten sie auch Hanfpflanzen auf dem Balkon (per se eine illegale Variante und ab einer bestimmten Größenordnung höchst strafwürdig). Dann extrahieren sie daraus mithilfe von Olivenöl das CBD. Von kommerziellen Unternehmen wird nur selten auf diese Weise extrahiertes CBD angeboten.

10. ​Die zeitliche Wirkung von CBD

Wer CBD anwendet, fragt sich auch, wann die Wirkung einsetzt und wie lange sie anhält. Hierfür sind drei Faktoren maßgebend:

  • die Menge und Konzentration des verwendeten CBD-Produkts
  • das medizinische Problem, das behandelt werden soll
  • die Art des CBD-Konsums (orale Einnahme, Inhalieren, Auftragen als Lotion etc.)
Ihr spezifisches medizinisches Problem können die Anwender nicht beeinflussen. Sie konzentrieren sich daher auf die Menge, den CBD-Gehalt und die Konsummethode, wenn sie eine schnelle und/oder länger anhaltende CBD-Wirkung wünschen. Konsummethoden lassen sich auch mischen, so etwa das Auftragen einer CBD-Salbe gegen Gelenkschmerzen und die gleichzeitige Einnahme von CBD-Kapseln oder -Öl. Grundsätzlich sind vier Varianten der Anwendung möglich:

  • Inhalation (Einatmen von CBD-Dampf)
  • sublinguale Einnahme (Tropfen unter die Zunge platzieren)
  • normaler Verzehr
  • topische Anwendung
Die sublinguale Methode und der normale Verzehr sind beides orale Varianten, doch sublingual gelangt das CBD über die Mundschleimhaut ins Blut, beim Verzehr über den Verdauungstrakt. Das Inhalieren und die sublinguale Einnahme bieten die schnellste Wirkung, das CBD wird in wenigen Sekunden ins Blut transportiert und erreicht damit umgehend die ECS-Rezeptoren, um seine Wirkung zu entfalten. Diese ist spätestens nach zwei bis drei Minuten zu spüren, manchmal (je nach Menge und Konzentration) auch noch schneller. Bei der topischen Anwendung kann der Effekt erst nach einer Stunde einsetzen. Dennoch sind Topicals wichtig, wenn es gilt, beispielsweise Gelenkschmerzen, aber auch Akne zu behandeln. In solchen Fällen muss das CBD an den Ort des Geschehens, also ans Gelenk oder auf die Gesichtshaut. Das funktioniert nur mit einer Salbe oder Lotion. Diese kann dann sehr lange wirken.

11. ​Qualitäten von CBD-Öl

Durch den Boom des CBD-Öls inklusive weltweit steigender Nachfrage tummeln sich inzwischen etliche Anbieter auf diesem Markt. Die Hersteller wenden allerdings verschiedene Extraktionsmethoden an (siehe oben), verwenden verschieden gute Rohstoffe (Hanfpflanzen) und halten unterschiedliche Qualitätsstandards ein. In der Produktionskette gibt es riskante Stellen: So kann schon der Boden, auf dem die Hanfpflanze wächst, mit Pestiziden oder Schwermetallen verseucht sein. Hanf hat aber die Eigenschaft, mehr als viele andere Pflanzen praktisch alles aus seinem Boden zu absorbieren, das sich dann im Endprodukt wiederfindet. Der zweite Schwachpunkt ist die Extraktionsmethode. Nicht nur die prinzipielle Art der Extraktion bürgt für mehr oder weniger Qualität. Bei der Lösungsmittelextraktion kommt es auch darauf an, wie viel Butan verwendet wird. Manche Hersteller setzen sogar Propan ein. Leider werden solche technischen Details auf den Herstellerwebseiten nur unzureichend publiziert. Daher empfehlen wir eher CBD, das mit Kohlendioxid extrahiert wurde. Wer aber auf preiswerte Produkte aus einer Lösungsmittelextraktion setzt, sollte sich die Angaben auf der Herstellerseite sehr genau durchlesen. Wenn hier Zweifel an der Transparenz und/oder sachlichen Richtigkeit bestehen, ist von einem Kauf eher abzuraten.

Ein Problem ist die bislang ungenügende Regulation des Herstellungsprozesses durch die Behörden aller Staaten. Das Produkt ist einfach sehr jung, die Behörden haben sich noch nicht ausreichend damit befasst. Ein weiteres Hindernis für Qualitätskontrollen, die auf das Wesentliche fokussieren, kommt hinzu: Durch die Ächtung von Cannabisprodukten während des gesamten letzten Jahrhunderts fokussieren die Behörden bislang hauptsächlich bis ausschließlich auf den THC-Gehalt im CBD. In den USA muss er unter 0,3 % liegen, in Europa unter 0,2 %. Dass es noch viele weitere Eigenschaften der Endprodukte zu kontrollieren gilt, haben die Verantwortlichen einfach noch nicht auf dem Schirm. Die Verbraucher sind daher selbst gefordert, auf Qualität zu achten. Den THC-Gehalt müssen sie selbstverständlich beachten. Doch es werden ohnehin online keine Produkte mit über 0,2 – 0,03 % THC angeboten, sie wären illegal. Darum müssen sich die Konsumenten also keine großen Sorgen machen. Falls Ihnen ein CBD-Produkt auffällt, das mehr als 0,2 oder 0,3 % THC enthält, kaufen Sie es nicht. In Deutschland wäre der Besitz strafbar (auch wenn er meistens nicht verfolgt wird, siehe oben), außerdem wünschen Sie wahrscheinlich selbst auch keinen Rausch, sondern eine rein gesundheitliche Wirkung. Achten Sie darüber hinaus beim Kauf auf folgende Fakten:

  • Laborberichte von unabhängiger Seite: Gute, seriöse Hersteller publizieren auf ihre Webseiten unabhängige Laborberichte (nicht die Berichte ihres eigenen Labors). Diese Berichte sorgen für Transparenz und liefern wichtige Informationen zum Produkt. Dazu gehören die Konzentration von CBD in einem bestimmten Volumenanteil Öl, die weiteren Inhaltsstoffe inklusive weiterer Cannabinoide, die Extraktionsmethode, das Nicht-Vorhandensein von Pestiziden und toxischen Stoffen sowie das Datum des Chargentests. Die Berichte werden ständig aktualisiert. Die letzten Tests sollten erst vor kürzester Zeit erfolgt sein.
  • Extraktionsmethode: Wie schon oben erwähnt ist die Extraktionsmethode sehr ausschlaggebend für die Qualität von CBD-Öl. Setzen Sie am besten immer auf die CO₂-Extraktion. Sie funktioniert ganz ohne Chemie und führt daher zu einem reinen, unbedenklichen CBD-Produkt. Es ist teurer, doch das sollte Ihre Gesundheit Ihnen wert sein. Die CO₂-Extraktionsmethode ist übrigens nicht nur ungiftig, sie ist auch extrem umweltfreundlich – das Kohlendioxid hinterlässt schließlich keine Rückstände, es verdampft einfach. Andere Extraktionsmethoden benötigen unter anderem Mineralöllösungsmittel, um die Rückstände aus der Extraktionsanlage zu entfernen. Darüber hinaus finden sich auch Rückstände im CBD-Produkt, die auf den Körper gefährliche Auswirkungen haben können.
  • Full Spectrum CBD: Wir empfehlen eher Full Spectrum CBD als CBD-Isolate. Das Full Spectrum CBD enthält sehr viele wertvolle Inhaltsstoffe neben dem CBD selbst, die ganz unglaublich positive Wirkungen auf den Organismus haben.
Mit diesen Hinweisen erhalten Sie wertvolles CBD für Ihre Gesundheit, das sich auch für Wellnessanwendungen bestens eignet.