CBD-Öl oder CBD-Creme: Was eignet sich besser zur Schmerzbehandlung?

Das aus dem Hanf gewonnene Cannabidiol (CBD) bietet ungeahnte gesundheitliche Möglichkeiten. Es steht in verschiedenen Darreichungsformen zur Verfügung, zwischen denen sich AnwenderInnen entscheiden müssen. 

CBD-Eignung zur Schmerzbehandlung 

Aufgrund der jahrzehntelangen Ächtung von Hanfprodukten als Rauschmittel werden die Möglichkeiten von CBD – das nicht psychoaktiv wirkt – in Bezug auf gesundheitliche Wirkungen gerade erst entdeckt. Selbst die klinische Forschung hat es zumindest in den USA schwer, mit dem Thema neutral und sachlich umzugehen. Nichtsdestotrotz werden diverse Studien durchgeführt, die zu vielversprechenden Ergebnissen kommen. Insbesondere wurde inzwischen eindeutig belegt, dass CBD ein äußerst wirksames Mittel im Rahmen der Schmerztherapie ist. Immer mehr Menschen mit chronischen oder akuten Schmerzen wenden daher CBD-Produkte an. Sie helfen gegen alle erdenklichen Schmerzen aufgrund vielfältigster Ursachen. Die Anwendung von CBD kann in höchst unterschiedlichen Formaten erfolgen. Zur Auswahl stehen hauptsächlich: 

  • CBD-Öl
  • Tinkturen
  • Kapseln zum Einnehmen
  • Lebensmittel mit CBD-Gehalt
  • Vapes
  • Cremes
  • in Wasser gelöstes CBD
Wer nun CBD gegen Schmerzen anwendet, fragt sich zwangsläufig, welche der Darreichungsformen dafür am besten geeignet ist. Immerhin geht es bei Schmerzbehandlungen um die schnelle Wirksamkeit. In den Fokus rücken hauptsächlich CBD-Öl und CBD-Creme. 


Auf welche Weise lindert CBD Schmerzen? 

Cannabidiol (CBD) ist in den Cannabis-Sorten ebenso wie THC (Tetrahydrocannabinol) vertreten. Beides sind Cannabinoide, die sehr unterschiedliche Wirkungen erzielen. Diese Wirkungen gleichen denen von sehr starken Arzneimitteln, gelten jedoch zumindest im Falle des CBD als völlig unbedenklich und nebenwirkungsfrei. THC ruft einen Rausch und Gefühle der Euphorie hervor, es ist eine bewusstseinsverändernde Droge. CBD hingegen besitzt diese psychoaktiven Eigenschaften nicht. Dennoch gibt es große Ähnlichkeiten hinsichtlich der Wirkungsweise den beiden Cannabinoide. Sie interagieren im Körper mit dem ECS (Endocannabinoid-System). Dieses besteht aus Cannabinoidrezeptoren und metabolischen Enzymen und spielt eine bedeutsame Rolle für die Homöostase im Körper, also das innere Gleichgewicht der ablaufenden Prozesse. Wenn dieses gestört ist, kann der Mensch krank werden. Unter anderem das Schmerzempfinden basiert auf einer gestörten Homöostase. Schmerzen sind zwar in gewisser Hinsicht nötig, um eine Verletzung zu signalisieren. Doch wenn wir unsere Krankheit kennen, sind chronische Schmerzen überflüssig. Es ist sinnvoller, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, um den Dauerschmerz effektiv zu lindern. Dabei kann CBD helfen. Das ECS hat seine Cannabinoid-Rezeptoren im gesamten Körper verteilt. Sie befinden sich auf den Oberflächen von Zellen. Körpereigene Endocannabinoide interagieren mit den Rezeptoren und aktivieren diese. CBD unterstützt die Aktivität der Endocannabinoide bzw. ahmt ihren Effekt in gewisser Weise nach. Damit lassen sich bestimmte Wirkungen auslösen, darunter auch die Schmerzlinderung. 

Die Arbeit der ECS-Rezeptoren 

Die ECS-Rezeptoren sind auf den Zelloberflächen angeordnet. Damit nehmen sie die Bedingungen außerhalb der jeweiligen Zelle auf. Sollten sich diese Bedingungen ändern, übertragen die Rezeptoren diese Informationen ins Zellinnere. Dort beginnt nun eine zelluläre Reaktion – die Antwort der Zelle auf ein äußeres Signal, das oft durch einen Stressor ausgelöst wird. Diese Zellantwort wird durch die beiden Stoffe THC und CBD unterschiedlich reguliert. Das THC bindet sich an CB1-Rezeptoren des ECS und erzeugt damit einen Rausch. Dennoch kann auch THC gesundheitliche Vorteile bieten, nur sind Stoffe mit einer THC-Konzentration ab 0,2 % in der EU verboten. CBD wiederum bindet sich nicht direkt an die Rezeptoren. Es interagiert vielmehr indirekt mit der zweiten Klasse der Rezeptoren (CB2), die vorrangig im Immunsystem anzutreffen sind. Es gibt aber beide Arten von Rezeptoren im gesamten Körper. CBD unterstützt nun das ECS, das spezifische Körperreaktionen reguliert, darunter auch die Schmerzkontrolle. Bei dieser Kontrolle ist CBD hilfreich. Es übernimmt die Rolle derjenigen Endocannabinoide, die Schmerzen aufgrund eines Ungleichgewichts im Körper lindern. Der Körper versteht die Wirkung des CBD als Aufforderung, seine natürlichen Endocannabinoide effizienter zur Schmerzregulierung einzusetzen. Das lindert den Schmerz ohne NSAIDs oder Opioide, die potenziell süchtig machen. 

Gegen welche Schmerzen hilft CBD? 

CBD kann erstaunlicherweise verschiedenste Arten von Schmerz auf unterschiedlichen Ebenen lindern. Die Anwendung erfolgt gegenwärtig gegen folgende Varianten: 

  • Arthritis- und Gelenkschmerzen
  • Entzündungsschmerzen
  • Muskelkrämpfe und Muskelkater
  • allgemeine Krämpfe
  • Schmerzen durch Sehnenentzündungen
  • Kopfschmerzen

Was eignet sich besser für die Schmerzbehandlung: Öl oder Cremes mit CBD? 

Von den vielen CBD-Produkten wirkt das Öl tendenziell etwas stärker als andere Varianten. Zum Einsatz kommt CBD-Öl mit einem sehr niedrigen THC-Gehalt (in der EU unter 0,2 %, in anderen Staaten unter 0,3 %). Produkte mit höheren THC-Gehalten sind in den meisten Staaten der Welt illegal. Für die Gewinnung des CBD-Öls gibt es verschiedene Möglichkeiten der Extraktion. Ein davon ist der Einsatz von Kohlendioxid, der zu sehr reinem CBD-Öl führt. Dabei wird das CBD aus der Hanfpflanze in einer kalten Umgebung unter hohem Druck gewonnen. Diese Art der Extraktion vermeidet Lösungsmittel und Rückstände im CBD, die bei anderen Methoden oft anzutreffen sind. Die Anwender träufeln sich das CBD-Öl unter die Zunge. Die Schleimhäute nehmen es dann auf und überführen es ohne Umweg über das Verdauungssystem in den Blutkreislauf. Aus dem extrahierten CBD-Öl lassen sich auch Cremes oder Salben herstellen. Diese wirken über die Haut ebenfalls auf die CB2-Rezeptoren des ECS und können daher ebenso den Schmerz lindern. CBD-Salben oder -Cremes unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Konsistenz, der Textur und auch des CBD-Gehalts. Daher wirken sie unterschiedlich. Salben sind dicker und meistens stärker, sie enthalten mehr CBD. Cremes sind flüssiger, sie lassen sich etwas besser anwenden. Salben und Cremes tragen die Anwender auf die Schmerzstelle auf. Über die Haut gelangt dann das CBD in den Blutkreislauf. CBD-Öl und CBD-Salbe wirken gleichermaßen gegen den Schmerz, allerdings unterscheiden sie sich in der Anwendung. Salben können schneller wirken, doch an bestimmten Körperstellen möchten Menschen keine dicke Salbe auftragen. Beim Vergleich zwischen dem oral eingenommenen Öl und den aufgetragenen Salben oder Cremes wird Öl bei globalen und diffusen Schmerzen vielfach schneller wirken, weil es über die Schleimhaut direkt in den Blutkreislauf gelangt. Bei einem genau lokalisierbaren Schmerz hingegen – beispielsweise einem Gelenkschmerz – könnte die aufgetragene Creme oder Salbe wirksamer sein. 

Zusätzliche Vorteile des CBD-Öls 

Viele Anwender entscheiden sich für das Öl, weil es nicht nur gegen Schmerzen, sondern auch gegen weitere Beschwerden wie Angstzustände, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen hilft. Bei diffusen Schmerzen aufgrund einer globalen Erkrankung und auch zur Begleitung der Schmerztherapie etwa von Krebs- oder MS-Patienten ist es das Mittel der Wahl. Wer sich allerdings ein Gelenk verstaucht oder gezerrt hat, wird meistens eine CBD-Creme oder -Salbe auftragen. Des Weiteren ist auch die gleichzeitige Anwendung von CBD-Salbe/Creme und -Öl möglich. Dabei entstehen nach Erfahrungsberichten synergetische Effekte. Die Schmerzen können sehr schnell verschwinden. 

fazit

CBD ist in allen seinen Darreichungsformen wirksam für die Schmerzlinderung. Ob sich Anwender für Öl, Creme oder Salbe entscheiden, hängt von der Art des Schmerzes und dem Handling mit dem Produkt ab. Jede Variante hat ganz eindeutig eigene Vorteile. Vielfach entscheiden die Vorlieben der Anwender darüber, wofür sie sich entscheiden. Außerdem können sie mit jeder Darreichungsform ein wenig experimentieren. Überdosierungen mit CBD sind generell nicht möglich, der Körper nimmt nur so viel auf, wie er verarbeiten kann.

About the Author Stefano Nunes

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