Viele glauben, Absinth mache sofort halluzinogen — das stimmt so nicht. Absinth ist vor allem stark alkoholisch (meist 45–74 % Vol.) und sorgt daher für die üblichen Alkohol-Effekte: Entspannung, Reduzierte Hemmungen und koordinative Einbußen. Zusätzliche Effekte werden der Pflanze Artemisia absinthium und dem Inhaltsstoff Thujon zugeschrieben. Früher hat man Thujon für starke psychische Wirkungen verantwortlich gemacht, neuere Untersuchungen zeigen aber: In modernen Produkten ist Thujon stark begrenzt und allein kaum für „Visionen" verantwortlich.
Die Wirkung kommt aus zwei Quellen: Alkohol und Pflanzenstoffe. Der Alkohol setzt schnell ein — deutlich spürbar innerhalb von 10–30 Minuten. Du wirst gelassener, reaktionslangsamer und manchmal wachsende Wärme oder leichtes Schwindelgefühl bemerken. Pflanzliche Stoffe wie Bitterstoffe und ätherische Öle können den Geschmack, die Verdauung und das subjektive Empfinden leicht verändern. Manche Menschen berichten von gesteigerter Wahrnehmung oder innerer Unruhe; das ist aber oft eher eine Kombination aus Alkohol, Erwartungshaltung und Dosis als ein spezieller „Absinth‑Effekt".
Die klassische Trinkmethode mit dem verdünnten Wasserritual (Wasser langsam aufs Zuckerstück tropfen) reduziert die Alkohol‑Konzentration und macht den Geschmack milder. Das beeinflusst auch die Intensität der Wirkung: weniger Alkohol = weniger Alkohol‑Effekt.
Praktische Regeln: 1) Fang langsam an. Ein Standardmaß bei starkem Absinth ist deutlich kleiner als ein Schnaps. 2) Verdünnen hilft: Typisch sind 1 Teil Absinth auf 3–5 Teile Wasser, je nach Stärke. 3) Iss vorher etwas — leerer Magen verstärkt den Rausch.
Typische Nebenwirkungen entsprechen denen anderer alkoholischer Getränke: Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, verlangsamte Reaktion. Bei hoher Menge drohen Alkoholintoxikation, Koordinationsstörungen und Gedächtnislücken. Vorsicht bei Kombination mit Medikamenten, starken Beruhigungsmitteln, Opioiden oder großen Mengen Cannabis – die sedierende Wirkung kann sich stark verstärken. Schwangere, Menschen mit Leberproblemen oder bestimmten psychischen Erkrankungen sollten Absinth meiden.
Wenn du neugierig bist: Probier kleinere Mengen in entspannter Umgebung und achte auf deine Reaktion. Keine Experimente mit hohen Dosen oder Kombinationen mit anderen Rauschmitteln. Wer unsicher ist, fragt seine Ärztin oder seinen Arzt, besonders bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme.
Absinth bleibt spannend als historisches und geschmackliches Erlebnis. Richtig dosiert und verantwortungsvoll getrunken, ist er in erster Linie ein starkes alkoholisches Getränk mit eigenem Aroma — nicht automatisch ein psychedelisches Wundermittel.
In diesem Artikel werde ich die häufig gestellte Frage beantworten: Soll man eigentlich Absinth trinken? Als leidenschaftliche Bloggerin und Liebhaberin von Spirituosen, möchte ich gerne meinen Einblick in die Welt des Absinths und seine Rituale mit euch teilen. Außerdem werfe ich einen Blick auf mögliche Effekte und die sicherste Art von Absinth zu konsumieren. Macht euch also bereit in eine Welt voller geheimnisvoller Aromen und Traditionen einzutauchen.
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