Wenn du oder jemand aus deinem Umfeld an Schizophrenie leidet, taucht oft die Frage auf: Kann CBD helfen? Kurz gesagt: Es gibt erste Hinweise, aber kein Wundermittel. CBD wird in Studien als Ergänzung zu etablierten Therapien untersucht, nicht als Ersatz für Antipsychotika.
Einige klinische Studien berichten, dass CBD psychotische Symptome verringern kann, wenn es zusätzlich zu anderen Medikamenten gegeben wird. Eine gut bekannte Studie (McGuire et al., 2018) zeigte, dass 1000 mg CBD pro Tag als Zusatztherapie Symptome verbessern konnte und mit erhöhten Anandamid-Werten im Blut verbunden war. Andere Untersuchungen nutzten niedrigere Dosen oder einmalige Gaben und lieferten gemischte Ergebnisse.
Wichtig ist: Die Studien sind meist klein und laufen über begrenzte Zeit. Das heißt, die Daten sind vielversprechend, aber noch nicht ausreichend, um breitflächige Empfehlungen zu geben. Und: THC ist kein Freund bei Psychosen – THC kann Symptome verschlechtern. Achte deshalb strikt auf THC-freie Produkte, wenn CBD in Betracht gezogen wird.
Solltest du CBD ausprobieren wollen, sprich vorher mit deinem Psychiater. Stoppe keine verschriebenen Medikamente eigenmächtig. CBD beeinflusst Leberenzyme (CYP450) und kann so die Wirkung anderer Medikamente verändern. Das kann besonders bei Psychopharmaka relevant sein.
Beginne mit einer klaren Sicherheitsstrategie: 1) Nur THC-freie, getestete Produkte kaufen. 2) Mit einer niedrigen Dosis starten und langsam steigern. Studien nutzten oft 600–1000 mg/Tag, das ist aber deutlich höher als viele frei verkäufliche Präparate. 3) Leberwerte und Nebenwirkungen regelmäßig überprüfen lassen, besonders bei höheren Dosen.
Auf Nebenwirkungen achten: Müdigkeit, Durchfall, Appetitveränderungen oder leichte Leberwerterhöhungen können auftreten. Wenn neue Symptome oder Veränderungen im psychischen Zustand auftreten, sofort den Arzt informieren.
Für Angehörige: Sei aufmerksam und dokumentiere Veränderungen. Kleine tägliche Notizen zu Schlaf, Stimmung und Nebenwirkungen helfen dem Behandler, Entscheidungen zu treffen.
Falls CBD nicht wirkt oder Nebenwirkungen stärker werden, ist das kein Versagen — es zeigt nur, dass nicht jede Therapie für jeden passt. Psychosen brauchen oft eine Kombination aus Medikamenten, Therapie und sozialer Unterstützung.
Kurz und konkret: CBD könnte bei Schizophrenie unterstützend wirken, aber nur unter ärztlicher Aufsicht und mit THC-freien, geprüften Produkten. Niemals Selbstmedikation statt verschriebener Antipsychotika.
Der Zusammenhang zwischen dem Konsum von Delta-8 THC und der Entwicklung von Schizophrenie ist ein kontroverses Thema in der medizinischen Gemeinschaft. In diesem Artikel wird untersucht, was Delta-8 THC ist, wie es sich von anderen Cannabinoiden unterscheidet, und ob es tatsächlich ein Risikofaktor für Schizophrenie sein kann. Ziel ist es, durch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse Licht in dieses komplexe Thema zu bringen und verbreitete Mythen zu entlarven.
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