Wie viel kostet eine Flasche Cannabis-Wein?

Wie viel kostet eine Flasche Cannabis-Wein? Jan, 29 2026

Stell dir vor, du sitzt am Abend auf der Terrasse, ein sanfter Wind weht, und statt einem klassischen Rotwein hast du eine Flasche Cannabis-Wein in der Hand. Kein Kater, keine Unruhe - nur eine ruhige, angenehme Entspannung, die langsam kommt und bleibt. Aber wie viel kostet so eine Flasche wirklich? Und warum ist sie nicht in jedem Supermarkt zu finden?

Was ist Cannabis-Wein eigentlich?

Cannabis-Wein ist kein Wein, der aus Hanftrauben gewonnen wird - denn solche gibt es nicht. Es ist ein normaler Wein, in den nach der Fermentation THC oder CBD aus Cannabis extrahiert wurde. Die Wirkstoffe werden meist mit Fett oder Alkohol gelöst und dann in den Wein eingearbeitet. Das Ergebnis: ein Getränk, das die beruhigende Wirkung von Cannabis mit dem Geschmack und der Trinkkultur von Wein verbindet.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Cannabis-Produkten wie Rauchwaren oder Kapseln wirkt Cannabis-Wein langsamer - aber länger. Der Körper muss den THC erst über den Magen-Darm-Trakt aufnehmen, was 30 bis 90 Minuten dauert. Die Wirkung hält dann oft vier bis sechs Stunden an. Kein plötzlicher Kick, kein Absturz. Vielmehr ein sanfter Übergang in eine entspannte, klare Stimmung.

Warum ist Cannabis-Wein so teuer?

Ein Flasche Cannabis-Wein kostet zwischen 45 und 85 Euro - je nach Land, Marke und THC-Gehalt. Das klingt viel, aber es hat Gründe. Erstens: Die Produktion ist aufwendig. Weinhersteller müssen spezielle Lizenzen haben, um mit Cannabis zu arbeiten. Das gilt nicht nur für den Anbau, sondern auch für die Extraktion und Verarbeitung. In Österreich ist das aktuell illegal, daher kommen die meisten Produkte aus Kanada, Kalifornien oder Deutschland, wo einige Bundesländer Pilotprojekte gestartet haben.

Zweitens: Die Extraktion von THC oder CBD ist präzise Arbeit. Man kann nicht einfach Hanfblätter in den Wein werfen. Die Wirkstoffe müssen gereinigt, dosiert und stabilisiert werden, damit sie sich gleichmäßig im Wein verteilen und nicht absetzen. Das erfordert Laborausrüstung, Expertise und strenge Qualitätskontrollen - alles, was die Kosten nach oben treibt.

Drittens: Die Nachfrage ist klein, die Produktion klein. Es gibt nur wenige Hersteller weltweit, die Cannabis-Wein legal herstellen. Keine Massenproduktion, keine Skaleneffekte. Das macht jedes Fläschchen zu einem Nischenprodukt - und Nischenprodukte sind teuer.

Wie viel THC ist drin?

Die meisten Cannabis-Weine enthalten zwischen 5 und 15 Milligramm THC pro Flasche. Das ist vergleichbar mit einer halben bis einer vollen Cannabis-Tablette. Einige Marken bieten auch CBD-only-Versionen an - ohne psychoaktive Wirkung, aber mit beruhigender Wirkung. Das ist besonders beliebt bei Menschen, die keine Rauschwirkung wollen, aber Entspannung suchen.

Einige Hersteller geben die Dosis pro Glas an: 2,5 mg THC pro 125 ml. Das ist ein guter Ausgangspunkt für Anfänger. Wer zum ersten Mal probiert, sollte nur ein halbes Glas trinken und mindestens eine Stunde warten, bevor er mehr nimmt. Es gibt kein Zurück - und wer zu viel trinkt, fühlt sich unwohl, nicht high.

Eine edle Flasche Cannabis-Wein mit Laborutensilien und extrahiertem Cannabis-Extrakt auf Marmor.

Wo kann man Cannabis-Wein kaufen?

In Österreich ist der Verkauf von Cannabis-Wein aktuell illegal. Selbst wenn du eine Flasche aus Deutschland oder Kanada bestellst, kann sie beim Zoll beschlagnahmt werden - denn THC ist in Deutschland nur in medizinischen Produkten erlaubt, nicht in Getränken. In den USA ist es in einigen Bundesstaaten wie Kalifornien, Colorado oder Oregon legal. Dort gibt es sogar spezielle Cannabis-Wein-Läden, die neben Bier und Wein auch CBD- und THC-Weine verkaufen.

Online ist der Kauf riskant. Viele Anbieter aus dem Darknet oder aus Osteuropa verkaufen gefälschte oder verunreinigte Produkte. Es gibt keine Kontrolle, keine Etiketten, keine Dosierung. Wer ernsthaft probieren will, sollte nur auf vertrauenswürdige Marken setzen, die ihre Labortests öffentlich zeigen. Einige seriöse Anbieter sind: High Society (USA), Canopy Growth (Kanada) und Dr. Bronner’s Cannabis Wine (Deutschland, Pilotprojekt).

Wie schmeckt Cannabis-Wein?

Überraschend gut. Viele Leute erwarten einen „grasigen“ Geschmack - aber das ist nicht der Fall. Die Extraktion entfernt die unangenehmen Aromastoffe. Der Wein schmeckt wie ein normaler, guter Rot- oder Weißwein - manchmal sogar besser, weil die THC- oder CBD-Zugabe die Aromen abrundet. Einige Hersteller verwenden aromatische Sorten wie Pinot Noir oder Riesling, die besonders gut zu den sanften Wirkstoffen passen.

Einige Marken fügen auch natürliche Kräuter hinzu: Lavendel, Zitronenmelisse, Ingwer - um die Wirkung zu verstärken oder abzumildern. Es gibt Cannabis-Weine mit blumigen, würzigen oder fruchtigen Noten. Die Verpackung ist oft edel, mit dunklem Glas und minimalistischem Design - wie ein Premium-Wein aus der Toskana.

Wer trinkt Cannabis-Wein?

Nicht nur junge Leute, die „high“ werden wollen. Die Hauptkunden sind Menschen zwischen 35 und 65, die unter Schlafstörungen, chronischen Schmerzen oder Angstzuständen leiden. Sie suchen eine Alternative zu Medikamenten, die sie abhängig machen oder müde machen. Cannabis-Wein bietet eine kontrollierte, soziale Form der Entspannung - ohne Zigaretten, ohne Pillen, ohne Arztbesuch.

Auch Wellness-Touristen und Genießer aus der gehobenen Mittelschicht probieren es aus. In Napa Valley, Vancouver oder Berlin gibt es Cannabis-Wein-Tastings, wo man mehrere Sorten probiert, wie bei einem Weinprobenabend. Die Atmosphäre ist ruhig, elegant, fast meditativ. Es geht nicht um Rausch - es geht um Wohlbefinden.

Eine Gruppe von Personen bei einer Cannabis-Wein-Verkostung in einem modernen Loft.

Was ist mit Alkohol?

Ja, Cannabis-Wein enthält Alkohol - meist zwischen 11 und 13 Vol.-%. Das bedeutet: Du trinkst zwei Dinge gleichzeitig. Alkohol verstärkt die Wirkung von THC, besonders bei höheren Dosen. Das kann zu Schwindel, Übelkeit oder übermäßiger Entspannung führen. Deshalb ist es wichtig, die Dosis zu dosieren und nicht mit anderen alkoholischen Getränken zu mischen.

Einige Hersteller arbeiten an alkoholfreien Versionen - mit Cannabis-Extrakten in Traubensaft oder Sparkling Water. Aber das ist noch experimentell. Bislang ist der klassische Wein mit THC der Standard.

Was ist mit der Zukunft?

Die Cannabis-Wein-Branche wächst. In den USA wurde 2024 ein Umsatz von 120 Millionen Dollar erzielt - und das ist erst der Anfang. In Europa könnte sich das ändern, wenn die EU die medizinische Nutzung von Cannabis weiter liberalisiert. Österreich könnte bald Pilotprojekte zulassen - ähnlich wie in der Schweiz oder den Niederlanden.

Die größte Hürde ist nicht der Preis, nicht der Geschmack, sondern das Gesetz. Solange Cannabis-Wein nicht klar als „Genussmittel“ oder „medizinisches Produkt“ klassifiziert ist, bleibt er ein Graubereich. Aber die Nachfrage wächst. Die Menschen wollen mehr Kontrolle über ihren Konsum. Sie wollen keine Pillen, keine Rauchwaren - sie wollen etwas, das sie mit Freunden teilen können, bei einem Abendessen, bei einer entspannten Nacht.

Cannabis-Wein ist kein Trend. Er ist ein Zeichen dafür, wie sich unsere Beziehung zu Genuss, Gesundheit und Entspannung verändert. Er ist teuer, weil er neu ist. Aber er könnte bald genauso normal werden wie ein Glas Wein mit Käse - nur mit einem sanften, körperlichen Zusatz.

Wie man sicher anfängt

  • Beginne mit 2,5 mg THC - das ist ein halbes Glas bei den meisten Produkten.
  • Trinke langsam und warte mindestens 90 Minuten, bevor du mehr nimmst.
  • Vermeide Alkohol, Koffein oder starke Speisen daneben.
  • Kaufe nur von Marken mit öffentlichen Labortests.
  • Trinke nicht vor dem Führen von Fahrzeugen oder schweren Maschinen.
  • Halte dich an die Gesetze deines Landes - auch wenn du online bestellst.

Ist Cannabis-Wein legal in Österreich?

Nein, Cannabis-Wein ist in Österreich aktuell illegal, da THC in Getränken nicht zugelassen ist. Selbst der Import aus anderen Ländern kann vom Zoll beschlagnahmt werden. Es gibt keine legalen Verkaufsstellen im Land.

Wie lange hält die Wirkung von Cannabis-Wein an?

Die Wirkung setzt nach 30 bis 90 Minuten ein und hält zwischen vier und sechs Stunden an. Im Vergleich zu Rauchen ist sie langsamer, aber länger. Die Dauer hängt von deinem Körpergewicht, deiner Toleranz und dem Essen ab, das du vorher gegessen hast.

Kann man Cannabis-Wein mit Alkohol mischen?

Es wird stark abgeraten. Alkohol verstärkt die Wirkung von THC und erhöht das Risiko von Übelkeit, Schwindel oder übermäßiger Sedierung. Trinke Cannabis-Wein allein - besonders, wenn du neu dabei bist.

Gibt es Cannabis-Wein ohne Alkohol?

Ja, einige Hersteller experimentieren mit alkoholfreien Versionen - etwa mit Cannabis-Extrakten in Traubensaft oder kohlensäurehaltigen Getränken. Diese sind aber noch selten und nicht weit verbreitet. Der klassische Cannabis-Wein enthält immer Alkohol.

Warum ist Cannabis-Wein so teuer?

Weil die Produktion aufwendig ist: spezielle Lizenzen, teure Extraktionsverfahren, kleine Auflagen, strenge Qualitätskontrollen und fehlende Massenproduktion. Es ist ein Nischenprodukt mit hohen Herstellungskosten - ähnlich wie ein guter Champagner.